Die Autorin dieses Textes ist Astrid Nissen-Schmidt.

60.000 Kleinunternehmen und Gewerbetreibende können Leistungen der Kammer in Anspruch nehmen, ohne einen Cent zu zahlen. Dafür stehe ich! Die Kammer bietet ihnen Gründerberatung, Weiterbildung, Unterstützung im Außenhandel und vieles mehr. All das wird in erster Linie durch die Beiträge der 900 größten Hamburger Unternehmen finanziert. Warum ist das richtig?

Die Finanzierung unserer Handelskammer basiert derzeit auf einem gesetzlich verankerten, funktionierenden Solidarsystem der Hamburger Wirtschaft. Dafür stehe ich!  Alternative Finanzierungsvorschläge über freiwillige Beiträge oder kostentragende Gebühren gehen zu Lasten des Solidargedankens. Sie sind insbesondere nachteilig für diejenigen, die bisher kostenlos oder subventioniert Leistungen beansprucht haben, wie Kleinunternehmer oder Ausbildungsbetriebe.

Bei der Finanzierung der Kosten für die Berufsausbildung zeigt sich eine besondere Solidarität in der Hamburger Wirtschaft, nämlich die zwischen ausbildenden und nicht-ausbildenden Betrieben. Die  nicht-ausbildenden Betriebe übernehmen dadurch mittelbar Verantwortung für die Berufsausbildung, von der sie bei zunehmendem Fachkräftemangel umso mehr selber profitieren.

Unsere Handelskammer hat sich in den letzten Jahren mit vielfältigen Maßnahmen für frauengeführte Unternehmen und ‚Mixed Leadership‘ eingesetzt. Dafür stehe ich!  Mit einem Anteil von 26% der Betriebe mit ein bis drei Beschäftigten ist ein verhältnismäßig hoher Anteil der frauengeführten Unternehmen der Gruppe der beitragsfreien Kleinunternehmen zuzuordnen. Damit zeigt sich die besondere Relevanz des Solidarsystems für frauengeführte Unternehmen.

Auf unsere Zeit mit immer schnelleren Veränderungen, vielfach drohender Disruption und zunehmender Abgrenzung ist für mich Solidarität eine passende Antwort. Ich setze mich für die Weiterentwicklung des funktionierenden Solidarsystems unserer Handelskammer ein, das für eine starke Kammer in Hamburg steht. Denn eine starke Kammer bedeutet Vorfahrt für Hamburg. Dafür stehe ich!

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