Nur 166 Zugriffe in 2016: Kandidaten-Bündnis für Erhalt einer starken Kammer kritisiert unsachliche Scheindebatte, die am Bedürfnis der 160.000 Mitglieder vorbeigeht

Seit Monaten wiederholen die so genannten „Kammer-Rebellen“ der Wir-Initiative ihre Kritik an fehlender Transparenz der Handelskammer Hamburg. Ein Vorwurf, der an der Wirklichkeit der 160.000 Mitglieder völlig vorbeigeht: Recherchen der Initiative „Vorfahrt für Hamburg. Starke Kammer“ ergaben, dass schon die vorhandenen weitreichenden Informationsmöglichkeiten für Mitglieder kaum genutzt werden. So wurden auf dem jedem Mitglied zugänglichen Transparenz-Portal der Kammer im gesamten Jahr 2016 lediglich 166 Seitenaufrufe registriert. Das branchenübergreifende Bündnis „Vorfahrt für Hamburg“ tritt in mehreren Wahlgruppen zur Kammer-Wahl vom 16. Januar bis zum 14. Februar an.
Die ernüchternden Ergebnisse unserer Recherchen ergeben ein eindeutiges Bild: Der Ruf nach mehr Transparenz konstruiert ein Bedürfnis der Kammer-Mitglieder, das diese in Wahrheit gar nicht haben“, sagt Birgit Kochen, Sprecherin von „Vorfahrt für Hamburg“.
Das Wahlbündnis wollte der Kritik mangelnder Transparenz auf den Grund gehen und bat die Handelskammer um Auskunft zur Nutzung des Transparenz-Portals auf der Website hk24.de. Das Portal ist ein unter den Industrie- und Handelskammern (IHK) in Deutschland einzigartiges Angebot, das in einem geschützten Bereich allen 160.000 Mitgliedern zur Verfügung steht. Der Zugang erfolgt mit Mitgliedsnummer und Passwort. Darüberhinaus sind die Seitenabrufe von „Handelskammer transparent“ seit Einführung des Portals im Dezember 2013 stark rückläufig. Die jährlichen Zugriffszahlen im Überblick:
2016: 166
2015: 406
2014: 678

Monatlich bewegten sich die Seitenaufrufe nach Auskunft von Klaus Jürgen Mansutti, Leiter des Geschäftsbereichs Online-Marketing und Produktentwicklung, im Bereich zwischen 0 (Juli) und 34 (Januar). Interessierten Mitgliedern werden auf dem digitalen Portal u.a. Leistungsdaten der Kammer, Tagesordnungen und Protokolle des Plenums, Gutachten, Kammerpositionen, Ergebnisse von Mitgliederbefragungen sowie Informationen über Zuwendungen ab 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.
„Das Transparenz-Portal ist ein zeitgemäßes und richtiges Angebot an alle Mitglieder. Fakt ist aber, dass es wenig genutzt wird – und das auch noch mit rückläufiger Tendenz“, sagt Birgit Kochen, die in der Wahlgruppe Groß- und Außenhandel für das Kammerplenum kandidiert. „Die Behauptung, unserer Kammer mangele es an Transparenz, ist sachlich falsch. Der Eindruck, den Mitgliedern brenne dieses Thema auf den Nägeln, ist angesichts der Nutzung vorhandener Information, geradezu absurd. Neben ihrem erwiesenermaßen rechtlich gar nicht umsetzbaren Versprechen zur Abschaffung von Pflichtbeiträgen führt die Wir-Gruppe auch an dieser Stelle eine populistische Scheindebatte.“

Neben ihren eigenen Aktivitäten beteiligt sich die Handelskammer Hamburg übrigens auch an „IHK transparent“, dem gemeinsamen Transparenzportal der IHK-Organisation.

 

Über „Vorfahrt für Hamburg. Starke Kammer.“
Die Initiative „Vorfahrt für Hamburg. Starke Kammer“ ist der Zusammenschluss zahlreicher Unternehmer und Führungskräfte namhafter Unternehmen aller Branchen. Wir setzen uns für die Sicherung einer kreativen, innovativen, beweglichen und professionell geführten Kammer als Solidargemeinschaft und Interessenvertretung der Hamburger Wirtschaft ein. Die Initiative tritt mit Kandidatinnen und Kandidaten in vielen Wahlgruppen zur Wahl des Plenums der Handelskammer Hamburg an.

Comments ( 0 )

    Leave A Comment

    Your email address will not be published. Required fields are marked *